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Kommunikation

Kommunikation ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg Ihres Projekts, denn misslungene Kommunikation führt allzu häufig zu Missverständnissen und Konflikten, die einer konstruktiven Teamarbeit entgegenwirken. Daher sollen Ihnen in diesem Abschnitt zunächst bekannte Modelle der Kommunikationswissenschaft als aktiv nutzbares Werkzeug vermittelt werden. Abschließend wird es noch konkreter: Leitlinien helfen bei der Bewältigung von Konflikten und beim Umgang mit Feedbacksituationen.

Sender-Empfänger-Modell

A Mathematical Theory of Communication – so lautet der Titel des 1948 erschienenen Aufsatzes, in dem das Sender-Empfänger-Modell erstmalig in seinen Grundzügen vorgestellt wurde. Das Kommunikationsmodell von Claude E. Shannon und Warren Weaver diente ursprünglich der Optimierung technischer Kommunikationsprozesse – insbesondere im Bereich der Telekommunikation – und versucht, den Übertragungsprozess von Informationen strukturiert und systematisch zu erklären, um die Effizienz und Genauigkeit der Informationsübermittlung zu steigern und mögliche Störfaktoren zu identifizieren. Obwohl sich das Modell also zunächst auf rein technische Kommunikation bezog, fand es später auch in der allgemeinen Kommunikationstheorie Anwendung.

Das Sender-Empfänger-Modell beschreibt Kommunikation grundsätzlich als linearen Prozess zwischen einem Sender und einem Empfänger: Dabei ist der Sender die Person oder Stelle, die eine Nachricht übermittelt. Die Nachricht selbst ist dabei der Inhalt, der in Form eines Codes – dieser kann Sprache oder aber auch ein technisches Signal sein – übertragen wird. Die kodierte Nachricht wird stets über einen Kanal übermittelt, sei es verbal in einem Gespräch, schriftlich in einer E-Mail oder visuell in einer Präsentation. Beim Empfänger angekommen, ist es nun dessen Aufgabe, die Nachricht zu dekodieren, also den Code zu entschlüsseln und den Inhalt zu interpretieren. Im Falle einer gelungenen Kommunikation wird die Nachricht vom Empfänger im Sinne des Senders verstanden. Abschließend kann der Empfänger dem Sender Feedback geben, das signalisiert, dass die Nachricht empfangen und verstanden wurde.

Während des Prozesses können jedoch unterschiedliche Störfaktoren auftreten, die die Kommunikation erschweren oder gänzlich scheitern lassen. So kann es immer dann zu einer Störung durch den Code kommen, wenn die Kodierung für den Empfänger nicht zu entschlüsseln ist. Ein Beispiel hierfür ist die abteilungsübergreifende Kommunikation innerhalb eines Projekts: Sobald verschiedene Fachbereiche involviert sind, kann es aufgrund unterschiedlichen Vorwissens zu Schwierigkeiten in der Kommunikation kommen. Denn nicht jede fachspezifische Terminologie kann von jedem Empfänger gleichermaßen dekodiert werden.

Auch eine Störung des Kanals kann einer gelungenen Kommunikation entgegenwirken. Durch äußere Einflüsse wie Lärm oder technischen Problemen kann die Übertragung gestört werden, so dass die gesendete Nachricht – und damit auch der wesentliche Inhalt – nicht vollständig oder nur verzerrt übermittelt wird. Gerade im Umfeld des Projektmanagements, in dem Online-Meetings mittlerweile zum Tagesgeschäft gehören, sollte eine Störung des Kanals nicht vernachlässigt werden. Denn eine schlechte Internetverbindung, Audioverzerrungen oder Bildausfälle lassen Missverständnisse entstehen, wodurch beispielsweise eine Entscheidungsfindung erschwert werden kann. Im schlimmsten Fall sind Verzögerungen im Projekt die Folge.

Eine Störung kann zum einen durch mangelnde Aufmerksamkeit auf Sender- und Empfängerseite entstehen, wodurch wesentliche Inhalte unvollständig übermittelt oder wahrgenommen werden. Andererseits können auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe der Kommunikationspartner dazu führen, dass übermittelte Inhalte unterschiedlich interpretiert werden. Dies ist insbesondere für Projekte in einem internationalen Kontext eine Herausforderung. In jedem Fall ist eine Störung der Kommunikation die Folge.

Im Wesentlichen zeichnet sich das Sender-Empfänger-Modell also durch seine lineare Struktur aus und beschreibt Kommunikation damit als einfachen, geradlinigen Prozess der Informationsübermittlung. Diese Reduktion der Komplexität menschlicher Kommunikation ist sicherlich dem technischen Hintergrund des Modells geschuldet. Denn tatsächlich ist Kommunikation selten eine einseitige Übertragung, sondern ein wechselseitiger Prozess, bei dem Sender und Empfänger in ständiger Interaktion stehen, sich gegenseitig beeinflussen und kontextabhängige Signale austauschen. Durch die Fokussierung auf eine lineare Abfolge von Kodierung, Übermittlung und Dekodierung vernachlässigt das Modell die emotionalen, nonverbalen und sozialen Dimensionen der Kommunikation. Es lohnt sich also, ein weiteres Kommunikationsmodell zu betrachten.

Vier-Ohren-Modell

Das Vier-Ohren-Modell, das auch als Kommunikationsquadrat, Nachrichtenquadrat oder Vier-Seiten-Modell bezeichnet wird, wurde vom deutschen Psychologen und Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun im Jahr 1981 entwickelt. Es basiert auf der Grundannahme, dass jede Äußerung immer mehrere Botschaften enthält, die gleichzeitig auf vier verschiedenen Ebenen gesendet und empfangen werden können. Damit erweitert Schulz von Thun das bereits vorgestellte Sender-Empfänger-Modell: Anstatt Kommunikation als lineare Informationsübertragung zu betrachten, erkennt er die Vielschichtigkeit menschlicher Kommunikation und die mit ihr verbundenen Dynamiken an.

Das Vier-Ohren-Modell baut auf den folgenden vier Ebenen auf:

  • Die Sachinhaltsebene vermittelt den reinen Informationsgehalt einer Nachricht. Es geht um die Frage: Was wird gesagt? Hier steht der objektive Inhalt im Vordergrund.
  • Die Selbstoffenbarungsebene hingegen zeigt, was der Sender über sich selbst preisgibt. Jede Nachricht enthält auch Hinweise darauf, wie sich der Sender fühlt oder was ihn bewegt.
  • Die Beziehungsebene gibt Auskunft darüber, wie der Sender zum Empfänger steht. Auf dieser Ebene wird also ausgedrückt, ob die Beziehung respektvoll, freundschaftlich oder möglicherweise von Spannungen geprägt ist.
  • Auf der Appellebene teilt der Sender indirekt oder direkt mit, was er sich vom Empfänger erwartet oder erhofft. Hier liegt der Fokus auf dem Ziel der Kommunikation: Was soll der Empfänger tun oder denken?

Ein lebensnahes Beispiel aus dem Arbeitsalltag soll hier einmal die vier Ebenen des Modells verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, ein Teammitglied erscheint zu spät zu einem Meeting und begrüßt Sie mit den Worten: „Entschuldigen Sie meine Verspätung, ich wurde in einem anderen Meeting gebraucht.“

  • Auf der Sachinhaltsebene wird die reine Information vermittelt, dass die Person zu spät ist, weil sie zuvor an einem anderen Meeting teilgenommen hat.
  • Die Selbstoffenbarungsebene könnte aufzeigen, dass der Sprecher unter einem hohen Arbeitsdruck steht und möglicherweise versucht, seine Mehrfachbelastung zum Ausdruck zu bringen.
  • Auf der Beziehungsebene kann die Nachricht signalisieren, wie das Teammitglied seine Position in der Gruppe sieht. Denn die Entschuldigung deutet zunächst auf Höflichkeit hin, könnte aber auch implizieren, dass der Sprecher das vorausgegangene Meeting als wichtiger erachtet hat.
  • Auf der Appellebene könnte die Aussage darauf abzielen, Verständnis und Nachsicht für die Verspätung zu erlangen, ohne dass dies explizit formuliert wird.

Ebenso wie der Sender stets mit „vier Zungen“ sprechen kann, hört der Empfänger mit „vier Ohren“. Gemäß des Modells entstehen Missverständnisse und Konflikte immer dann, wenn Sender und Empfänger unterschiedliche Ebenen der Nachricht priorisieren. Ein Empfänger, der hauptsächlich auf der Beziehungsebene hört, könnte die vorgetragene Entschuldigung daher als Überheblichkeit oder Abwertung des aktuellen Meetings deuten, während jemand, der vorrangig auf der Sachinhaltsebene hört, die Aussage lediglich als Erklärung für die Verspätung versteht.

Gerade in der Projektarbeit, bei der klare, effiziente Kommunikation entscheidend ist, kann die unterschiedliche Wahrnehmung von Nachrichten schnell zu Konflikten oder Verzögerungen führen. Das Modell bietet Projektmanagern und Teammitgliedern ein Werkzeug, um bewusster auf die verschiedenen Ebenen von Aussagen zu achten und dadurch potenzielle Missverständnisse frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Verbale und nonverbale Kommunikation

Die menschliche Kommunikation lässt sich grundsätzlich in verbale und nonverbale Formen unterteilen: Verbale Kommunikation bezieht sich auf den gesprochenen oder geschriebenen Ausdruck von Gedanken und Informationen durch Sprache. Dabei werden Wörter, Grammatik und Satzstruktur verwendet, um Botschaften zu übermitteln. Ein Gespräch oder eine schriftliche Mitteilung, wie z. B. eine E-Mail, sind dabei typische Beispiele verbaler Kommunikation.

Im Gegensatz dazu steht die nonverbale Kommunikation, die alle Formen der nichtsprachlichen Interaktion umfasst. Hierzu zählen die Körpersprache (wie Mimik, Gestik, Körperhaltung), der Tonfall, die Lautstärke, sowie subtile Signale wie Blickkontakt und räumlicher Abstand zwischen den Gesprächspartnern. Nonverbale Signale können oft unbewusst gesendet und interpretiert werden, sie sind aber genauso wichtig wie das gesprochene Wort. Sie begleiten die verbale Kommunikation, können deren Inhalt verstärken oder diesem sogar widersprechen.

Die verbale und nonverbale Kommunikation sind also eng miteinander verbunden und beeinflussen das Verständnis von Botschaften. Das Zusammenspiel dieser beiden Kommunikationsarten lässt sich auch im Vier-Ohren-Modell nachvollziehen: Die verbale Kommunikation liefert hier den Inhalt auf der Sachebene, während die nonverbalen Signale oft die Beziehungsebene oder die Selbstoffenbarung verdeutlichen, indem sie Gefühle oder Haltungen transportieren, die nicht zwangsläufig mit den Äußerungen auf der Sachebene übereinstimmen müssen. Stellen Sie sich nur einmal vor, jemand begrüßt Sie mit den Worten: „Schön, dass Sie Zeit gefunden haben“. Wird dieser Satz von einem freundlichen Lächeln begleitet, erscheint er auf der Sachebene glaubhaft. Womöglich werden Sie zur Kenntnis nehmen, dass man Ihre Anwesenheit schätzt. Verschränkt Ihr Gegenüber jedoch die Arme, wirkt die nonverbale Kommunikation der verbalen entgegen und es entsteht Misstrauen. Der Empfänger priorisiert hier womöglich die Beziehungsebene und nimmt wahr, dass sein Gegenüber sich wenig ernst genommen und wertgeschätzt fühlt. Wie wir eine Aussage interpretieren, hängt also immer auch von der zeitgleichen nonverbalen Kommunikation ab.

Die besondere Bedeutung der nonverbalen Kommunikation wird zudem durch die Aussage des Kommunikationswissenschaftlers und Psychologen Paul Watzlawick unterstrichen, denn: Man kann nicht nicht kommunizieren. Was heißt das?

Selbst wenn wir schweigen oder uns zurückziehen, senden wir unausweichlich Signale an unsere Umgebung. Mimik, Gestik, Körperhaltung oder auch das Vermeiden von Blickkontakt geben Hinweise auf unsere Emotionen, Einstellungen oder Absichten. Kommunikation findet also immer statt, auch wenn sie nicht bewusst verbalisiert wird.

Im beruflichen Umfeld ist es daher ratsam, sich diese Mechanismen bewusst zu machen. Achten Sie darauf, keine missverständlichen Botschaften zu senden, indem Ihre verbale und nonverbale Kommunikation stets übereinstimmen und vermitteln Sie auch ohne Worte durch eine offene Körperhaltung Gesprächsbereitschaft. Denn gelungene Kommunikation ist wesentlich für den Erfolg Ihres Projekts!

Formelle und informelle Kommunikation

Neben der verbalen und nonverbalen wird die formelle und die informelle Kommunikation gemäß ihrer grundlegenden Struktur und ihrem Zweck unterschieden. Formelle Kommunikation folgt festen Regeln, ist an Hierarchien gebunden und wird über offizielle Kanäle wie E-Mails, Berichte oder Besprechungen abgewickelt. Sie dient vor allem dazu, Informationen transparent und nachvollziehbar zu übermitteln und sicherzustellen, dass alle Beteiligten über den gleichen Wissensstand verfügen. Informelle Kommunikation hingegen ist ungezwungen und spontan. Sie findet oft über persönliche Gespräche, informelle Chats oder Pausendialoge statt und folgt keinen festen Regeln. Diese Art der Kommunikation fördert ein offenes und direktes Miteinander, da sie weniger durch formale Strukturen eingeschränkt ist.

Im Projektmanagement ist der Einsatz beider Kommunikationsformen essenziell: Formelle Kommunikation wird genutzt, um klare Anweisungen, Projektziele und Zuständigkeiten festzulegen. Ein Projektmanager könnte beispielsweise einen offiziellen Projektplan per E-Mail an das Team schicken oder ein formelles Meeting abhalten, um Fortschritte zu besprechen und Entscheidungen zu dokumentieren. Informelle Kommunikation ergänzt dies, indem sie spontane Rückmeldungen und Austauschmöglichkeiten schafft, die Flexibilität und Teamzusammenhalt fördern. Ein kurzes Gespräch in der Kaffeepause kann dazu beitragen, Missverständnisse schnell zu klären oder innovative Ideen zu entwickeln, die im formellen Rahmen möglicherweise nicht aufkommen würden. Beide Kommunikationsarten zusammen sorgen im Projektmanagement also für eine ausgewogene Mischung aus Struktur und Dynamik.

Regeln der Kommunikation

Neben den bereits vorgestellten Modellen, die als Werkzeug für eine gelingende Kommunikation herangezogen werden können, gibt es weitere erfolgversprechende Strategien, die helfen, Missverständnissen vorzubeugen und bereits entstandene Konflikte zu lösen.

Aktives Zuhören

Um sicherzustellen, dass sich Ihr Gegenüber ernst genommen und wertgeschätzt fühlt, sollten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit auf das Gespräch richten, ernsthaftes Interesse zeigen und dieses auch signalisieren. Nutzen Sie hierfür die Technik des Paraphrasierens, wiederholen Sie also das Gesagte sinngemäß in eigenen Worten, stellen Sie konkrete, themenbezogene Nachfragen und bekräftigen Sie Ihre verbale Kommunikation durch nonverbale Signale – ein zustimmendes Nicken und fester Blickkontakt werden Ihrem Gegenüber Sicherheit für weitere und künftige Gespräche geben.

Ich-Botschaften

Durch bewusst eingesetzte Ich-Botschaften lassen sich Missverständnisse und Konflikte deutlich reduzieren, da auf diese Weise die eigenen Gefühle und subjektiven Wahrnehmungen ausgedrückt werden können, ohne den Gesprächspartner direkt anzugreifen. So schaffen Sie gleichzeitig eine offene und konstruktive Atmosphäre, die eine gute Zusammenarbeit im Team fördert. Es ist also immer besser, eine persönliche Überlastung mit den Worten „Ich fühle mich gestresst, wenn Aufgaben nicht klar verteilt sind“ anzusprechen, als Ihrem Teammitglied den Vorwurf „Du machst nie deinen Teil!“ entgegenschleudern.

Respektvolle Kommunikation

Achten Sie stets auf eine respektvolle Kommunikation mit all Ihren Gesprächspartnern und zwar unabhängig von der individuellen Position im hierarchischen System – aktives Zuhören und Ich-Botschaften sind dabei ein guter Anfang. Verzichten Sie zudem stets auf vermeidbare Unterbrechungen, abwertende Bemerkungen oder parallele Beschäftigungen. Denn kein Teammitglied wird erneut das Gespräch mit Ihnen suchen, wenn Sie dazu neigen, gleichzeitig E-Mails zu beantworten oder sich im Tonfall zu vergreifen.

Klare und direkte Kommunikation

Sie sollten stets darauf achten, möglichst präzise zu kommunizieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Verzichten Sie daher auf unnötige Details und passen Sie Ihren sprachlichen Ausdruck dem Wissensstand Ihres Gesprächspartners an. Denn schließlich kann nicht jeder Empfänger Ihrer Botschaften den Code gleichermaßen entschlüsseln. Auch eine Abschwächung oder Verschleierung der eigentlichen Aussage aus Gründen der Höflichkeit ist nicht zielführend: Sprechen Sie also das Wesentliche offen und ehrlich an, aber vergessen Sie dabei nie die Regeln der respektvollen Kommunikation.

Feedback

Allgemein hin gilt Feedback als freiwillige Bereitstellung von Informationen und wird somit als aktiver Prozess verstanden, bei dem eine Person Informationen zur Verbesserung oder Klärung eines Verhaltens oder einer Leistung eines anderen gibt, ohne dass dabei eine Veränderung zwingend gefordert wird. Gleichzeitig ermöglicht Feedback das eigene Verhalten oder die eigene Leistung durch die erhaltene Bewertung zu reflektieren und eventuell anzupassen.

Es werden vier Arten von Feedback unterschieden:

  • Positives Feedback: Hier erhält eine Person Lob und Anerkennung für ein gezeigtes Verhalten oder eine erbrachte Leistung. Diese Art des Feedbacks kann das Selbstvertrauen stärken und führt dazu, dass das positiv bewertete Verhalten beibehalten wird.
  • Kritisches (negatives) Feedback: Diese Art des Feedbacks ist vorrangig darauf ausgelegt, dass eine bisherige Leistung verbessert wird, indem Probleme und Schwächen aufgezeigt werden und gleichzeitig Möglichkeiten angesprochen werden, um die erklärten Ziele zu erreichen.
  • Konstruktives Feedback: Das konstruktive Feedback vereint sowohl positives als auch negatives Feedback mit dem Ziel, eine gewünschte Entwicklung und persönliches Wachstum zu fördern. Individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten werden lobend hervorgehoben, während gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten konkret aufgezeigt werden.
  • Destruktives Feedback: Hier handelt es sich um ein abwertendes Feedback, das in jedem Fall vermieden werden sollte, da es zu Verunsicherung und dem Gefühl von Demütigung führen kann. Ein negatives Arbeitsklima, schwindende Motivation und abnehmende Leistung können die Folge sein.

Feedbacksituationen sollten für keine der Beteiligten Parteien zu einem negativen Erlebnis werden, sondern als Möglichkeit der Entwicklung begriffen werden. Damit dies auch gelingt, helfen folgende Leitlinien:

  • Wenn Sie Feedback erhalten, machen Sie sich stets bewusst, dass sich Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung durchaus voneinander unterscheiden können, ohne dass dies gleich einen direkten Angriff auf Ihre Person bedeutet. Vielmehr ist Feedback eine großartige Möglichkeit, Informationen über die eigene Leistung und das eigene Verhalten zu erhalten. Feedback lädt zur Reflexion ein, ohne dabei aber eine direkte Aufforderung zur Veränderung zu sein. Sie können also nur gewinnen!
  • Wenn Sie Feedback geben möchten, sollten Sie zunächst einmal klären, ob dieses auch gewünscht wird. Denn ein Feedbackgespräch kann niemals gelingen, wenn Ihr Gesprächspartner bereits mit negativen Emotionen in diesen Austausch startet. Auch der Zeitpunkt ist entscheidend: Feedback sollte stets mit geringem zeitlichen Abstand zum auslösenden Ereignis gegeben werden, um noch wirkungsvoll zu sein.

Während eines Gesprächs sollten Sie stets in Form von knapp und präzise formulierten Ich-Botschaften von Ihren Wahrnehmungen berichten, ohne Ihren Gesprächspartner dabei direkt zu bewerten. Und vor allem: Sprechen Sie ausschließlich ein Verhalten oder eine Leistung an, die grundsätzlich verändert werden können. Ein positiver Gesprächsverlauf lässt sich dabei durch die Sandwich-Methode erzielen: Erwähnen Sie zu Beginn auf jeden Fall etwas, das Ihrem Gegenüber besonders gut gelungen ist, erst dann ist es an der Zeit für einen Verbesserungsvorschlag, dem sie abschließend noch etwas Positives anschließen. Schließlich möchten Sie nicht, dass das Feedbackgespräch mit negativen Emotionen endet, die sich womöglich noch negativ auf die Motivation und Leistung Ihres Teammitglieds ausüben.