Zum Inhalt

Konfliktmanagement - Inhalte zum Üben

Was haben Sie in diesem Kapitel gelernt?

  • Konflikte entstehen durch unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen, Werte und Ziele.
  • Sie erfüllen fünf zentrale Funktionen: Innovation, Klärung, Entwicklung, Motivation und Regulierung.
  • Konflikte treten auf drei Ebenen auf: sachlich, psychosozial und prozessual.
  • Die sachliche Ebene betrifft Aufgaben, Ressourcen, Ziele und Fachmeinungen.
  • Die psychosoziale Ebene basiert auf Persönlichkeitsunterschieden, Belastungen und Kommunikationsproblemen.
  • Die Prozessebene betrifft unklare Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten.
  • Der Prozess der Konfliktlösung umfasst Identifikation, Bewertung und passende Lösungsstrategien.
  • Glasls Eskalationsmodell beschreibt neun Stufen in drei Phasen: Win-Win, Win-Lose und Lose-Lose.
  • Konfliktlösungen reichen von Moderation und Mediation über externe Beratung bis zu Trennungsmanagement.
  • Prävention basiert auf klarer Kommunikation, Teamentwicklung, Wertschätzung und klaren Rollen.

Übungsfragen

1. Welche Hauptursachen führen zu Konflikten in Projekten?

Unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen, Werte, Ziele und unzureichende Kommunikation.

2. Welche fünf Funktionen können Konflikte erfüllen?

Innovationsfunktion, Klärungsfunktion, Entwicklungsfunktion, Motivationsfunktion, Regulierungsfunktion.

3. Was kennzeichnet Konflikte auf der sachlichen Ebene?

Unterschiedliche Informationsstände, Ressourcenknappheit, Zielkonflikte und fachliche Differenzen.

4. Welche Faktoren begünstigen Konflikte auf der psychosozialen Ebene?

Persönlichkeitsunterschiede, Werte, Belastungen, Emotionen und Kommunikationsprobleme.

5. Welche Konfliktursachen liegen auf der Prozessebene?

Unklare Hierarchien, fehlende Verantwortlichkeiten, ineffiziente Strukturen, Machtkämpfe.

6. Welche Schritte umfasst der Prozess der Konfliktlösung?
  • Konfliktidentifikation
  • Konfliktbewertung
  • Entwicklung und Umsetzung einer Lösungsstrategie
7. Wie sind die drei Phasen des Glasl-Eskalationsmodells strukturiert?
  • Win-Win-Phase: konstruktive Lösungen möglich
  • Win-Lose-Phase: Machtkämpfe und Ausgrenzung
  • Lose-Lose-Phase: gegenseitige Zerstörung und Destabilisierung
8. Welche Methoden eignen sich zur Lösung von Konflikten in der Win-Win-Phase?

Moderation, Mediation, aktives Zuhören, Perspektivenübernahme, gemeinsames Brainstorming.

9. Welche Maßnahmen sind für eine erfolgreiche Konfliktprävention wichtig?
  • Klare und transparente Kommunikation
  • Teambuilding und Trainings
  • Kultur der Wertschätzung
  • Klare Rollen und Verantwortlichkeiten
10. Transferfrage: Angenommen, in Ihrem Projektteam kommt es zu Spannungen, weil ein Mitglied Termine regelmäßig nicht einhält. Wie würden Sie die Situation anhand der Konfliktebenen analysieren und welche Maßnahmen zur Lösung und Prävention wären sinnvoll?

Die Situation betrifft die psychosoziale Ebene (Einstellung zu Pünktlichkeit) und die Prozessebene (fehlende Regeln oder Verantwortlichkeiten). Maßnahmen: Gespräch zur Klärung der Erwartungen, Moderation durch Projektleitung, gegebenenfalls verbindliche Regeln zur Termindisziplin. Prävention: klare Absprachen, transparente Kommunikation, Sensibilisierung im Team für Verlässlichkeit, Stärkung von Wertschätzung und Rollenverständnis.