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Motivation - Inhalte zum Üben

Was haben Sie in diesem Kapitel gelernt?

  • Motivation beschreibt die Richtung, Intensität und Ausdauer menschlichen Verhaltens.
  • Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von stabilen Motiven und situativen Anreizen.
  • Intrinsische Motivation basiert auf inneren Motiven und Freude an der Tätigkeit.
  • Extrinsische Motivation beruht auf äußeren Anreizen wie Belohnung oder Vermeidung von Strafe.
  • Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie unterscheidet Motivatoren (Inhalt der Arbeit) und Hygienefaktoren (Kontext der Arbeit).
  • Maslows Bedürfnispyramide zeigt eine hierarchische Struktur menschlicher Bedürfnisse von Basisbedürfnissen bis Selbstverwirklichung.
  • Das Job Characteristics Model beschreibt fünf arbeitsgestaltende Dimensionen, die intrinsische Motivation fördern.
  • Motivation kann durch klare Zielvereinbarungen, Empowerment und partizipative Führung gesteigert werden.
  • Konzepte wie Aufgabenrotation, -erweiterung, -bereicherung und Gruppenarbeit fördern Abwechslung, Verantwortung und Zusammenarbeit.
  • Nachhaltige Motivation entsteht vor allem durch die Förderung intrinsischer Faktoren und sinnstiftender Arbeitsgestaltung.

Übungsfragen

1. Welche drei Komponenten definieren Motivation nach Heckhausen?

Motivation besteht aus Richtung, Intensität und Ausdauer des Verhaltens.

2. Was ist der Unterschied zwischen Motiven und situativen Anreizen?
  • Motive sind innere, stabile Antriebe, die die Richtung bestimmen.
  • Situative Anreize sind äußere Faktoren, die Intensität und Ausdauer beeinflussen.
3. Wie unterscheiden sich intrinsische und extrinsische Motivation?
  • Intrinsisch: Motivation durch Freude an der Tätigkeit und innere Werte.
  • Extrinsisch: Motivation durch äußere Anreize wie Belohnungen oder Sanktionen.
4. Warum ist extrinsische Motivation oft nicht nachhaltig?

Weil äußere Anreize nachlassen können und dauerhaft steigende Anreize erforderlich wären, um Motivation aufrechtzuerhalten.

5. Welche zwei Faktoren unterscheidet Herzberg in seiner Theorie?
  • Motivatoren (Inhalt der Arbeit, fördern Zufriedenheit und intrinsische Motivation).
  • Hygienefaktoren (Arbeitskontext, verhindern Unzufriedenheit, fördern aber keine Zufriedenheit).
6. Wie ist die Maslowsche Bedürfnispyramide aufgebaut?
  1. Physiologische Bedürfnisse
  2. Sicherheitsbedürfnisse
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Individualbedürfnisse
  5. Selbstverwirklichung
7. Welche Rolle spielen Defizit- und Wachstumsmotive in Maslows Modell?
  • Defizitmotive: Untere vier Stufen, motivieren durch Mangelbeseitigung.
  • Wachstumsmotiv: Selbstverwirklichung, motiviert durch persönliche Entwicklung.
8. Welche fünf Dimensionen beschreibt das Job Characteristics Model?

Variabilität, Ganzheitlichkeit, Bedeutsamkeit, Autonomie und Feedback.

9. Welche Methoden zur Steigerung der Motivation werden im Kapitel genannt?
  • Management by Objectives
  • Empowerment/Intrapreneurship
  • Partizipative Führung
  • Ausgleich
  • Arbeitsgestaltung (Rotation, Erweiterung, Bereicherung, Gruppenarbeit)
10. Transferfrage: Wie würden Sie die Motivation in einem Projektteam steigern, das unter sinkendem Engagement leidet?

Zunächst sollten Hygienefaktoren wie Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung gesichert werden. Danach sollten soziale Bedürfnisse durch Teamarbeit und Wertschätzung adressiert werden. Anerkennung und Verantwortung steigern zusätzlich die Motivation. Schließlich können durch partizipative Führung, abwechslungsreiche Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten die intrinsischen Faktoren gestärkt werden. So entsteht eine langfristig stabile Motivation im Projektteam.