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Erstellung des Projektstrukturplans (PSP) - Inhalte zum Üben

Was haben Sie in diesem Kapitel gelernt?

  • Der Projektstrukturplan (PSP) gliedert das Projekt hierarchisch in Teilprojekte, Teilaufgaben und Arbeitspakete.
  • Teilprojekte sind die größten eigenständigen Abschnitte, Teilaufgaben liegen darunter, Arbeitspakete sind die kleinsten Einheiten.
  • Arbeitspakete enthalten klare Verantwortlichkeiten, Ressourcen, Ergebnisse sowie Zeit- und Kostenrahmen.
  • Projektstrukturpläne können objekt-, phasen- oder funktionsorientiert erstellt werden; hybride Ansätze sind in der Praxis häufig.
  • Die Erstellung des PSP erfolgt im Team, unter Nutzung von Vorlagen, Ziel- und Risikoanalysen sowie Stakeholder-Betrachtungen.
  • Zur Strukturierung können Top-down- oder Bottom-up-Ansätze gewählt werden, meist mit drei bis fünf Hierarchieebenen.
  • Der PSP muss vollständig, logisch konsistent und regelmäßig angepasst werden, um Redundanzen und Lücken zu vermeiden.
  • Bei komplexen Projekten können mehrere PSPs erstellt werden, müssen aber konsistent mit dem Hauptplan bleiben.
  • Typische Fehler sind fehlender oder veralteter PSP, unklare Strukturierung, zu viel oder zu wenig Detaillierung.
  • Eine enge Einbindung des Teams und der Stakeholder erhöht die Qualität und Akzeptanz des PSP.

Übungsfragen

1. Was ist der Zweck eines Projektstrukturplans (PSP)?

Er dient der Gliederung, Planung, Steuerung und Kontrolle des Projekts durch hierarchische Strukturierung aller Aufgaben.

2. Wie unterscheiden sich Teilprojekte, Teilaufgaben und Arbeitspakete voneinander?
  • Teilprojekte: größte Abschnitte
  • Teilaufgaben: Zwischenebene
  • Arbeitspakete: kleinste, nicht weiter teilbare Einheiten mit klaren Verantwortlichkeiten
3. Welche inhaltlichen Orientierungen kann ein PSP haben?

Objektorientierung, Phasenorientierung, Funktionsorientierung, hybride Ansätze.

4. Welche Vorteile bietet ein objektorientierter PSP?

Klare Gliederung nach Produktbestandteilen, bessere Übersicht über die einzelnen Komponenten des Endprodukts.

5. Wann ist eine phasenorientierte Strukturierung besonders sinnvoll?

Bei komplexen Projekten, um zeitliche Abhängigkeiten und Abfolgen von Aufgaben besser sichtbar zu machen.

6. Welche Rolle spielen Arbeitspakete im PSP?

Sie definieren Verantwortlichkeiten, Ressourcen, Ergebnisse, Zeit- und Kostenrahmen und bilden die Basis für die operative Arbeit.

7. Welche Schritte sind bei der Erstellung eines PSP erforderlich?
  • Nutzung von Vorlagen
  • Klare Ziel- und Risikoanalyse
  • Auswahl der Gliederungsstruktur
  • Wahl von Top-down- oder Bottom-up-Ansatz
  • Definition der Hierarchieebenen
  • Präzisierung der Arbeitspakete
  • Festlegung des zeitlichen Ablaufs
  • Kritische Überprüfung und Feedback
8. Welche typischen Fehler treten bei Projektstrukturplänen auf?
  • Kein PSP vorhanden
  • Unvollständigkeit oder Redundanzen
  • Zu vage oder zu detaillierte Struktur
  • Fehlende Aktualisierung
  • Fehlende Team- oder Stakeholder-Beteiligung
9. Unter welchen Bedingungen kann es sinnvoll sein, mehrere PSPs zu erstellen?

Bei großen, komplexen Projekten, wenn detaillierte Pläne für Teilprojekte oder Abteilungen benötigt werden, jedoch stets konsistent mit dem Hauptplan.

10. Transferfrage: Stellen Sie sich vor, Sie planen ein IT-Projekt zur Einführung einer neuen Software. Wie würden Sie den PSP aufbauen, und welche Gliederungsorientierung wäre am sinnvollsten?

Ein PSP könnte phasenorientiert aufgebaut werden, da ein IT-Projekt klaren Phasen wie Anforderungsanalyse, Entwicklung, Test, Rollout und Schulung folgt. Alternativ wäre eine hybride Struktur sinnvoll, die phasenorientiert beginnt, aber innerhalb der Phasen objekt- oder funktionsorientierte Unterteilungen nutzt (z. B. nach Modulen oder Abteilungen). Die Wahl hängt davon ab, ob der Fokus stärker auf den zeitlichen Abfolgen oder den funktionalen Zuständigkeiten liegt. Wichtig ist die klare Definition der Arbeitspakete (z. B. Testkonzepte, Migration, Training), um Verantwortlichkeiten und Ressourcen eindeutig zuordnen zu können.