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Terminplanung - Inhalte zum Üben

Was haben Sie in diesem Kapitel gelernt?

  • Zeit, Kosten und Leistung bilden das magische Dreieck des Projektmanagements.
  • Terminplanung ist entscheidend für Projekterfolg und Ressourcensteuerung.
  • Der Ablaufplan definiert die sachlogische Reihenfolge von Aktivitäten.
  • Der Terminplan ordnet Aktivitäten konkrete Start- und Endzeitpunkte zu.
  • Der Netzplan visualisiert Abhängigkeiten zwischen Aktivitäten und zeigt den kritischen Pfad sowie Pufferzeiten auf.
  • Abhängigkeiten lassen sich in vier Haupttypen unterteilen: Ende-Anfang (EA), Anfang-Anfang (AA), Ende-Ende (EE) und Anfang-Ende (AE).
  • Frühester und spätester Start- und Endzeitpunkt werden entweder durch Vorwärts- oder Rückwärtsrechnung ermittelt.
  • Der kritische Pfad besteht aus Vorgängen ohne Puffer und bestimmt die minimale Projektdauer.
  • Iterative Optimierung ist notwendig, wenn der ursprüngliche Zeitrahmen nicht realistisch ist.
  • Softwaretools wie Microsoft Project, Primavera oder Smartsheet unterstützen die Termin- und Netzplanung.

Übungsfragen

1. Welche drei Größen bilden das magische Dreieck des Projektmanagements?

Zeit, Kosten und Leistung.

2. Welche Rolle spielt die Terminplanung im Projektmanagement?

Sie stellt sicher, dass Projektziele im vorgesehenen Zeitrahmen erreicht werden, ohne Qualität oder Budget zu gefährden.

3. Worin unterscheidet sich der Ablaufplan vom Terminplan?

Der Ablaufplan legt die sachlogische Reihenfolge der Aktivitäten fest, der Terminplan ordnet diesen Aktivitäten konkrete Zeitpunkte zu.

4. Welche Informationen enthält ein Knoten im Netzplan?

Aktivitätsnummer, Verantwortlicher, Dauer, Beschreibung, Fristen (rühestmöglicher Startzeitpunkt (FSZ) und Endzeitpunkt (FEZ) sowie spätestmöglicher Startzeitpunkt (SSZ) und Endzeitpunkt (SEZ)).

5. Nennen Sie die vier Haupttypen von Abhängigkeiten im Netzplan.

Ende-Anfang (EA), Anfang-Anfang (AA), Ende-Ende (EE), Anfang-Ende (AE).

6. Wie funktioniert die Vorwärts- und Rückwärtsrechnung?

Vorwärtsrechnung: Berechnung von FSZ und FEZ entlang des Netzplans. Rückwärtsrechnung: Berechnung von SSZ und SEZ rückwärts vom Projektende.

7. Wie unterscheiden sich Gesamtpuffer und freier Puffer?

Gesamtpuffer: Verschiebung ohne Einfluss auf Projektendtermin.
Freier Puffer: Verschiebung ohne Einfluss auf Nachfolgeraktivitäten.

8. Was kennzeichnet den kritischen Pfad?

Er umfasst Vorgänge ohne freie oder Gesamtpuffer; jede Verzögerung führt direkt zur Projektverzögerung.

9. Welche Maßnahmen können zur Optimierung eines Terminplans beitragen?
  • Erhöhung von Ressourcen
  • Umstrukturierung von Arbeitspaketen
  • Parallelisierung von Aktivitäten
  • Anpassung des Zeitrahmens
  • Enge Zusammenarbeit mit Stakeholdern
10. Transferfrage: Angenommen, Ihr Projektplan zeigt, dass der kritische Pfad zu lang ist und das Projektende gefährdet. Welche konkreten Schritte leiten Sie ein?

Ich analysiere Engpässe und prüfe die Möglichkeit der Ressourcenerhöhung.
Ich überprüfe Abhängigkeiten und lockere diese ggf. durch Parallelisierung.
Ich restrukturiere Arbeitspakete, um mehr Flexibilität zu schaffen.
Ich kommuniziere mit Stakeholdern über Anpassungen von Terminen oder Ressourcen.
Ich nutze Softwaretools, um alternative Szenarien zu simulieren und den optimalen Plan auszuwählen.